Zentrale Forderungen der Initiative zur Verbesserung der Situation von Lehrbeauftragten an der Universität Potsdam

 

 

1. Änderung der KapV § 6 (2): Abkoppelung der Anzahl der Lehraufträge von den Zulassungszahlen

 

Die Universität Potsdam und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg sollen sich für eine Änderung der KapV § 6 (2) einsetzen, um Lehraufträge von den Zulassungszahlen abzukoppeln.

 

2. Erhöhung der Entlohnung von Lehraufträgen auf 1080 Euro pro Semester

 

Die einmalige Entlohnung eines Lehrauftrages soll auf mindestens 1080 Euro pro Semester (38 Euro/SWS) erhöht werden. (Das wäre bei einem Seminar mit 60 TeilnehmerInnen eine de-facto-Entlohnung von 9 Euro/Arbeitsstunde.) Die Mittel sollten von Seiten des Wissenschaftsministeriums zweckgebunden erhöht werden, um  insgesamt mehr Lehraufträge zu ermöglichen und diese gleichzeitig besser zu vergüten.

 

3. Anerkennung von Lehrbeauftragten als Mitglieder der Universität

 

Nur als anerkannte Mitglieder der Universität kann für Lehrbeauftragte bspw. der Zugang zur Universitätsbibliothek oder auch zu Kita-Plätzen in der Universitätskindertagesstätte gesichert werden.

 

4. Planungssicherheit und Flexibilisierung bei der Vergabe von Lehraufträgen

 

Diese Forderung setzt voraus, dass die in Punkt 1 gestellte Forderung bereits erfolgreich umgesetzt wurde!

Mit einer größeren Planungssicherheit durch die Erteilung von mehrsemestrigen Lehraufträgen bieten sich bessere Möglichkeiten für die Kurskonzeption.
Durch eine zusätzliche Flexibilisierung der Vergabe können Kurse mit sehr hoher Teilnehmer*innenzahl bspw. zu Beginn des Semesters geteilt, im folgenden Semester erneut oder zu einem ähnlichen Thema angeboten werden.